Talgdrüsenzysten der Haut

Bei Talgdrüsenzysten der Haut handelt es sich meist um Retentionszysten. Bei diesen Zysten kann aufgrund einer Abflussstörung das Sekret – in diesem Fall der Talg der Haut – nicht mehr abfließen. In Folge füllt sich der Hohlraum der Zyste immer mehr mit Sekret und beginnt zu wachsen. Umschlossen wird die Zyste von Bindegewebe.

Ursache

Talgdrüsenzysten der Haut können sich überall am Körper zeigen. Auch im Gesicht und in der Kopfpartie können diese Zysten immer wieder wachsen. Die Ursache stellt eine Abflussstörung dar, wodurch das gebildete Sekret nicht mehr nach außen abgegeben werden kann. Durch die Stase (Stau) nimmt die Zyste immer mehr an Volumen zu. Oft entleeren sich diese Zysten spontan. Es kann aber auch vorkommen, dass sie sich gegen das umliegende Gewebe abkapseln.

Symptome

In den meisten Fällen bringen diese Zysten keine Symptome mit sich. Drückt die Zyste der Talgdrüse auf umliegende Nerven kann es allerdings zu Schmerzen in dieser Region kommen. Meist leiden die Betroffenen nur an den kosmetischen Problemen, welche durch eine Talgdrüsenzyste hervorgerufen werden können. Vor allem Zysten im Gesicht, am Kopf und in der Halsgegend können zu einer Belastung werden.

Therapie

In den meisten Fällen entleert sich eine Talgdrüsenzyste spontan und ohne Intervention. Es gibt aber Talgdrüsenzysten, die mittels chirurgischer Sanierung entfernt werden müssen. Vor allem Zysten im Gesicht und am Kopf werden meist mittels Operation entfernt. Meist reicht ein kleiner Schnitt aus, um die Talgdrüsenzyste zu entleeren. Allerdings kommt es in den meisten Fällen zu einer erneuten Sekretansammlung im Hohlraum. Um dies verhindern zu können, sollte nicht nur der Inhalt der Zyste geleert werden, sondern auch das Bindegewebe entfernt werden.

Komplikationen

Durch die Stase können sich Bakterien und Keime in der Zyste der Haut bilden. Dies kann infolge zu einer Infektion der Talgdrüsenzyste führen. Bei Infektionen, welche auch das umliegende Gewebe in Mitleidenschaft ziehen können, sollte immer mittels Antibiotika eingegriffen werden. Zudem sollte der Inhalt der Zyste einer histologischen Begutachtung unterzogen werden, um eine maligne (bösartige) Entartung ausschließen zu können. Die Zysten im Gesicht und auch am Kopf können aufgrund eines kosmetischen Makels zu starken psychischen Belastungen für die Betroffenen werden.


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